
Der Wettbewerb ist in zwei Teile gegliedert, einen theoretisch-navigatorischen und einen fliegerischen. Die Aufgabe bestand zunächst in der Lösung von Navigationsaufgaben, deren Ergebnisse (Checkpunkte) in eine Karte übertragen werden müssen. Daraus ergeben sich Kurs und in Verbindung mit der gewählten Wettbewerbsgeschwindigkeit auch die Überflugzeiten der Checkpunkte. Weiter waren 10 Fragen aus dem allgemeinen Wissen über Luftrecht und Flugtheorie zu beantwortet. Im Anschluss daran erhalten die Mannschaften eine gewisse Zeit, das Flugzeug vorzubereiten, den Logger einzubauen und auf die Sekunde genau im Zwei-Minutenabstand zu starten. Die Kunst besteht nun darin, den Windeinfluss so zu berücksichtigen, dass auf die Sekunde genau der Checkpunkt überflogen wird. Jede Sekunde Abweichung gibt Strafpunkte. Erschwerend kommt hinzu, dass jeder Checkpunkt an Hand von Bildern identifiziert werden muss und zwischen den Checkpunkten geografisch markante Erscheinungen, Straßenkreuzungen, Brücken usw. Fotos zugeornet werden müssen, die mit den Wettbewerbsunterlagen ausgehändigt wurden. Das heißt, man muss die Landschaft ständig absuchen.
Für Abweichungen vom Kurs, nicht überflogene Checkpunkte, nicht oder falsch zugeordnete Bilder gibt es Strafpunkte. Das krönende Ende ist eine Ziellandung, bei der mit dem Hauptfahrwerk in ein auf die Landebahn aufgezeichnetes Feld zu treffen ist. Für Abweichungen kassiert man auch Punkte.
Der Wettbewerbskurs führte uns von einer Anhöhe in der Eifel / Fliegerhorst Büchel an der Mosel entlang nach Lahnstein an den Rhein, über Koblenz, Andernach, vorbei am Nürburgring nach Gerolstein und wieder zurück zum Fliegerhorst. Das Wetter war sonnig und wie fast immer in der Eifel sehr windig. Leider bekommt man während des Wettbewerbfluges nicht allzuviel von der Landschaft mit, denn die Konzentration ist auf den Kurs fokusiert.
Michael und ich hatten nach dem Flug ein gutes Gefühl. Dass wir allerdings den zweiten Platz erringen konnten und nur 10 Punkte Abstand zum den Erstplatzierten bestand, hat uns umgeworfen. Wir haben uns riesig gefreut.
